Kardinalroulade Rezept für eine luftige österreichische Mehlspeise
Manchmal braucht es einfach eine spezielle Mehlspeise, die fast federleicht daherkommt. Die Kardinalroulade ist eine dieser österreichischen Köstlichkeiten, bei der sich filigraner Eischnee, samtiger Biskuit und fruchtige Füllung perfekt ergänzen. Wenn der Duft von frisch gebackenem Biskuit durch die Küche zieht und der verführerische Glanz der Marmelade lacht, weißt du: Es wird ein besonderer Nachmittag.
Diese zarte Roulade eignet sich nicht nur zur Kaffeejause, sondern sorgt auch auf Kuchenbuffets oder als Sonntagsdessert für begeisterte Blicke. Hier steht die Kardinalroulade ganz klar im Mittelpunkt – sie ist luftig, fein und lässt sich herrlich flexibel füllen.
Luftig-süße Verlockung: Die Besonderheit der Kardinalroulade
Die Kardinalroulade ist wie ein leichter Sommerhauch auf deiner Kaffeetafel. Durch die feine Kombination aus Eischneemasse (der “weißen” Schicht) und einem samtigen Biskuit (die “gelbe” Masse) sticht diese österreichische Roulade schon optisch sofort ins Auge. Gerade ihre Diagonalmuster und der Wechsel von fluffigem Schnee und zartem Biskuit machen sie unverwechselbar.Nicht zu vergessen: Das Geschmackserlebnis! Fruchtige Ribiselmarmelade (Johannisbeergelee) und eine Füllung aus geschlagenem Obers sorgen für den perfekten Kontrast zur sonst federleichten Masse. Die Roulade gelingt auch Backneulingen, wenn ein paar wichtige Zubereitungstricks beachtet werden – und sie bleibt immer wandelbar, je nachdem, welcher Fruchtaufstrich und welche Creme zum Einsatz kommen.
Zutaten im Fokus: Das macht die Kardinalroulade aus
Bei dieser Mehlspeise steht alles im Zeichen luftig-leichter Zutaten und aromatischer Füllung. Diese Komponenten brauchst du für ein überzeugendes Ergebnis:- Kristallzucker – sorgt für Süße und die Struktur im Eischnee wie im Biskuit.
- Eiklar (Größe L) – das Herzstück für die weiße, luftige Masse, die der Roulade Volumen verleiht.
- etwas Essig – stabilisiert das Eiweiß beim Aufschlagen, verhindert das Zusammenfallen.
- Eidotter (Größe L) – bringt Farbe, Geschmack und Fett für die goldenen Biskuitstreifen.
- ganze Eier (Größe L) – für noch mehr Volumen und Bindung in der gelben Masse.
- Staubzucker (Puderzucker) – verleiht dem Biskuit Feinheit und zarten Schmelz.
- Mehl – gibt dem Biskuit Halt ohne ihn schwer zu machen.
- Vanillezucker – für eine angenehme, warme Note und feines Aroma.
- Backpulver – sorgt für extra Luftigkeit, damit der Biskuit schön aufgeht.
- Ribiselmarmelade (Johannisbeergelee) – liefert fruchtige Frische mit angenehmer Säure.
- Schlagobers (Sahne) – wird zu feiner Creme geschlagen und macht die Füllung besonders luftig.
Die vollständige Zutatenliste mit Mengenangaben findest du unten in der Rezeptkarte.
So wird die Kardinalroulade gemacht: Schritt für Schritt zum Mehlspeisentraum
Keine Sorge – mit ein bisschen Geduld und Liebe gelingt die Kardinalroulade auch dir. So holst du dir das feine Mehlspeisenglück auf den Tisch:- Eier vorsichtig trennen. Das Eiklar steif schlagen, dabei nach und nach Kristallzucker einrieseln lassen. Weiterschlagen, bis die Masse cremig und glänzend aussieht, dabei etwas Essig zugeben.
- Eigelbe sowie zwei ganze Eier in eine Schüssel geben und die Mischung ausgiebig schaumig schlagen – das Volumen darf sich ruhig verdoppeln. Erst jetzt Vanillezucker und Staubzucker zufügen und weiterschlagen. Zuletzt Mehl und Backpulver vorsichtig unterheben, bis eine luftige, helle Masse entsteht.
- Backblech mit Backpapier auslegen. Die Eischneemasse in einen Spritzbeutel (am besten mit großer Sterntülle) füllen und in diagonalen Bahnen aufs Backpapier aufspritzen. In die Zwischenräume vorsichtig die gelbe Biskuitmasse einfüllen – idealerweise mit einem Löffel oder einer weiteren Spritztüte.
- Backofen auf Umluft vorheizen. Die Roulade backen, bis die weißen Bahnen leicht gebräunt sind und sich der gelbe Teil mit einer Nadel sauber durchstechen lässt – es sollte kein Teig mehr kleben bleiben.
- Die heiße Kardinalroulade sofort auf ein mit Kristallzucker bestreutes Geschirrtuch stürzen. Backpapier vorsichtig mit einem feuchten Tuch abreiben, damit es sich gut abziehen lässt. Die Roulade mit Hilfe des Tuchs einmal einrollen und wieder entrollen, dann abkühlen lassen.
- Die vollständig abgekühlte Roulade vorsichtig mit Ribiselmarmelade bestreichen (z. B. auf zwei der gelben Bahnen). Anschließend mit geschlagenem Schlagobers bestreichen. Roulade eng aufrollen und zum Abschluss mit Staubzucker bestreuen.
Tipps für Textur und Optik: Damit die Kardinalroulade gelingt
Gerade bei solch zarten Biskuitmehlspeisen kommt es auf Details an. Hier findest du hilfreiche Hinweise aus der Backpraxis:- Verwende am besten nicht ganz frische Eier für den Eischnee – zu frische Eier führen zu weniger Standfestigkeit.
- Essig hilft, das geschlagene Eiweiß stabil zu halten. Alternativ funktioniert auch Zitronensaft oder eine Prise Salz.
- Die beiden Massen sollten jeweils wunderbar schaumig sein; achte beim Unterheben darauf, nicht zu viel Luft herauszuschlagen.
- Die Diagonalstreifen mit einem Spritzbeutel und einer großen Sterntülle lassen die Kardinalroulade besonders hübsch aussehen.
- Nach dem Backen: Das sofortige Stürzen verhindert das Zusammenfallen und hilft beim späteren Rollen.
- Teste die Garprobe im gelben Teil immer mit einer Metallnadel – bleibt kein Teig kleben, ist die Roulade bereit.
Ideen für Füllungen, Varianten und Genussmomente
Die klassische Kardinalroulade überzeugt pur – doch probiere gern verschiedene Füllideen aus! Ribiselmarmelade und Schlagobers sind ein wunderbar harmonisches Duo, aber du kannst auch Fruchtcremes, Topfen (Quark) oder Mascarpone für die Füllung verwenden.Frische Beeren als Topping oder in der Creme sorgen für Frische und Farbe. Wer es besonders üppig mag, rollt noch gehackte Pistazien oder geröstete Mandeln mit ein. Als Begleiter passen ein starker Kaffee, ein feiner Schwarztee und im Sommer ein Glas gekühlter Fruchtsaft hervorragend dazu.
Ob beim Sonntagskaffee, dem Geburtstag oder als Highlight auf dem Kuchenbuffet – die Kardinalroulade bringt österreichischen Mehlspeiszauber auf deinen Tisch.
Aufbewahren, Vorbereiten und Frischhalten: Die Kardinalroulade im Alltag
Die Kardinalroulade schmeckt frisch am besten, weil ihre luftig-schaumige Struktur dann zur Geltung kommt. Reststücke kannst du jedoch problemlos abgedeckt im Kühlschrank lagern. Sie hält sich dort für einen Tag ohne Qualitätsverlust.Solltest du die Roulade schon am Vortag zubereiten wollen, rolle sie nach dem Backen und Füllen locker in Frischhaltefolie, damit sie nicht austrocknet. Ein Einfrieren ist möglich, jedoch leidet darunter meist die lockere Textur und der frisch-cremige Charakter. Besser ist es, sie portionsweise frisch zuzubereiten.
Vor dem Servieren kannst du die Kardinalroulade mit frischem Staubzucker bestäuben und eventuell noch einmal kurz temperieren lassen – so entfaltet sie ihr Aroma am besten.
FAQs about Kardinalroulade
Kann ich die Kardinalroulade schon am Vortag vorbereiten?
Ja, du kannst die Kardinalroulade am Vortag zubereiten und im Kühlschrank aufbewahren. Am besten bewahrst du sie abgedeckt auf, damit sie nicht austrocknet.
Was tun, wenn die Masse der Kardinalroulade glasig oder gummiartig wird?
Eine glasige oder gummiartige Masse deutet meist auf zu frische Eier oder zu wenig Backzeit hin. Verwende möglichst ältere Eier und backe die Roulade, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist.
Welche Füllungen passen noch zur Kardinalroulade?
Zur Kardinalroulade passen Fruchtaufstriche wie Himbeer- oder Marillenmarmelade, Topfencreme oder auch Mascarponefüllung. Auch frische Beeren und eine leichte Zitronencreme harmonieren sehr gut.
Wie lange bleibt die Kardinalroulade frisch?
Am besten genießt du die Kardinalroulade am selben Tag. Im Kühlschrank aufbewahrt hält sie aber auch am Folgetag ihre feine Konsistenz.
Ein Stück Genuss: Die Kardinalroulade als Krone der Mehlspeiskunst
Jede Scheibe der Kardinalroulade vereint luftig-leichte Textur, einen Hauch Marzipan-Aroma dank Vanillezucker und den Kontrast fruchtiger Marmelade. Wenn der Staubzucker sanft rieselt und das Messer durch die feinen Schichten gleitet, wird aus Backen wahrer Genuss.Ob zur Familienjause oder als besonderer Überraschungskuchen, die Kardinalroulade bringt den gewissen Zauber auf den Kuchenteller – und bleibt jedes Mal ein kleines Fest!
Das könnte dir auch schmecken
Nach einer Kardinalroulade passen diese süßen und fruchtigen Rezepte perfekt zu deinem Genussmoment.
- Deutscher Aprikosen Biskuitkuchen — Teig und Frucht verbinden sich ähnlich saftig und fein wie bei der Roulade.
- Erdbeerkuchen mit Frischkäse Frosting — Frisch und cremig, ideal für Frühling und Sommer, genau wie die Kardinalroulade.
- Nusskuchen mit Beerenschaum — Eine interessante Kombination aus nussiger Textur und fruchtiger Leichtigkeit als Kontrast zur Roulade.
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Kardinalroulade
Ingredients
Method
- Eier vorsichtig trennen. Das Eiklar steif schlagen, dabei nach und nach Kristallzucker einrieseln lassen. Weiterschlagen, bis die Masse cremig und glänzend aussieht, dabei etwas Essig zugeben.
- Eigelbe sowie zwei ganze Eier in eine Schüssel geben und die Mischung ausgiebig schaumig schlagen – das Volumen darf sich ruhig verdoppeln. Erst jetzt Vanillezucker und Staubzucker zufügen und weiterschlagen. Zuletzt Mehl und Backpulver vorsichtig unterheben, bis eine luftige, helle Masse entsteht.
- Backblech mit Backpapier auslegen. Die Eischneemasse in einen Spritzbeutel (am besten mit großer Sterntülle) füllen und in diagonalen Bahnen aufs Backpapier aufspritzen. In die Zwischenräume vorsichtig die gelbe Biskuitmasse einfüllen – idealerweise mit einem Löffel oder einer weiteren Spritztüte.
- Backofen auf Umluft vorheizen. Die Roulade backen, bis die weißen Bahnen leicht gebräunt sind und sich der gelbe Teil mit einer Nadel sauber durchstechen lässt – es sollte kein Teig mehr kleben bleiben.
- Die heiße Kardinalroulade sofort auf ein mit Kristallzucker bestreutes Geschirrtuch stürzen. Backpapier vorsichtig mit einem feuchten Tuch abreiben, damit es sich gut abziehen lässt. Die Roulade mit Hilfe des Tuchs einmal einrollen und wieder entrollen, dann abkühlen lassen.
- Die vollständig abgekühlte Roulade vorsichtig mit Ribiselmarmelade bestreichen (z. B. auf zwei der gelben Bahnen). Anschließend mit geschlagenem Schlagobers bestreichen. Roulade eng aufrollen und zum Abschluss mit Staubzucker bestreuen.
